06.05.2020 - Futtermittelbilanz bleibt stabil

Im allgemeinen Landwirtschafts-Bashing des letzten Jahres wurden insbesondere die tierproduktionskritischen Kreise nicht müde die Futtermittelimporte anzuprangern. So behaupten die Initianten der Trinkwasserinitiative auf ihrer Webseite unverfroren: «Mit dem Nährwert des Importfutters werden aktuell 50% des Schweizer Fleisches und 70% der Schweizer Eier hergestellt.». Die Nachstehende Grafik «Futtermitelbilanz» wiederlegt die Unwahrheit.

85 Prozent der verfügbaren Futtermittel werden in der Schweiz selbst produziert (Stand 2017). 1990 betrug der im Inland produzierte Anteil am Gesamtfutterangebot noch 95%. Während das Angebot an Trockensubstand 1990 und 2017, praktisch gleichblieben, mussten mit dem Wegfall tierischer Proteine sowie der schwindenden Futtergetreideproduktion Importe das Manko kompensieren. Mit den steigenden Futtermittelimporten bei sinkendem Futtergetreideanbau kam die Bilanz bei «Kraftfutter» arg unter Druck. Der Swissness-Anteil beträgt deshalb nur noch 39 Prozent.

Insgesamt ist der hohe Inlandanteil an verfügbarem Futter in den vergangenen Jahren stabil geblieben. Diesen Fakt belegen die jährlichen Berechnungen der Futtermittelbilanz durch agristat.