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Futtermittel und Jod-Zusätze

Jod in Futtermitteln (VSF-Stellungnahme 15. Dezember 2011)

Der Selbsthilfeverein Krank-durch-Jod kritisiert in einem Schreiben an die Nahrungs- und Futtermittelindustrie, dass die Jodierung des Kochsalzes zugenommen habe und besorgungserregend sei. Immer mehr Menschen würden nicht am zu wenig Jod, sondern an zu viel erkranken.

Die VSF informiert über die Jod-Situation bei den Futtermitteln.

Futtermittelbilanz in der Schweiz, Futtermittelimporte

Interview in der BauernZeitung (18.März 2011)

Die Futtermittelimporte stehen im Kreuzfeuer der Kritik. Ein Grund für die wenig qualifizierten Angriffe liegt darin, dass in der breiten Öffentlichkeit die wirklichen Verhältnisse nicht richtig dargestellt werden. Das Futtermittelangebot in der Schweiz beträgt insgesamt 8.4 Mio. Tonnen. Bei 89 % der in der Schweiz eingesetzten Futtermittel handelt es sich um inländische Produkte (Futtergetreide, Raufutter wie Gras und Heu, Silage, Mais, Kartoffeln etc.). Der Importanteil bei den Futtermitteln beträgt nur 11 %, vorwiegend in Form von Kraftfutter. Es erfolgte in den letzten Jahren eine Zunahme dieser Importe. Verursacht wurden die Mehr – Einfuhren durch die dramatisch gesunkene Futtergetreide – Inlandproduktion und durch das Verfütterungsverbot von tierischen Eiweissen.

Entwicklungen auf den Futtermittelmärkten

VSF – Artikel in der Schweizer Geflügelzeitung, Oktober 2010
Die Getreidepolitik des Bundes ist keine Erfolgsgeschichte. Insbesondere der Futtergetreideanbau wurde vernachlässigt mit dem Resultat, dass die Produktion auf ein bedenklich tiefes Niveau gefallen ist. Im Durchschnitt der Jahre 1992 bis 1996 betrug die Futtergetreideproduktion in der Schweiz 811'000 Tonnen. Im letzten Jahr waren es noch 523'000 Tonnen. Dafür stiegen die Futtermittelimporte im gleichen Zeitraum von 300'000 Tonnen auf 1 Mio. Tonnen. Der Selbstversorgungsgrad bei den Kraftfutterrohstoffen in der Schweiz ist von 67 % auf 45 % gesunken. Eine Intensivierung der inländischen Futtergetreideproduktion ist dringend notwendig. Bei einem Inlandanteil von nur noch 40 % läuft die Tierproduktion Gefahr, unter Medienbeschuss zu geraten, wenn es um Suisse Garantie, QM Schweizer Fleisch oder SWISSNESS geht.

Totalrevision Futtermittel – Verordnungen

VSF – Stellungnahme (17. Juni 2010)
Die EU – Gesetzgebung schrieb während vieler Jahre die sogenannte Prozentdeklaration der Rohstoffe im Mischfutter vor. Der Europäische Gerichtshof entschied aber, dass diese Vorschrift widerrechtlich sei. Die EU – Kommission nahm die Gelegenheit wahr, die Gesetzgebung generell zu überarbeiten mit folgender Zielsetzung: Transparenz, Vereinfachung und mehr Verantwortung bei der Wirtschaft. Die neue EU – Verordnung (EG) Nr. 767/2009 trat am 1. September 2010 in Kraft.

Vorauseilender Gehorsam und andere Gründe bewogen das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW), eine Totalrevision der Futtermittel – Verordnungen an die Hand zu nehmen. Das Resultat fiel ernüchternd aus. In vielen Teilen sind die BLW – Vorschläge für die Futtermittelbranche inakzeptierbar. EU – Verordnungen, EU – Richtlinien und Anhänge werden für die Schweiz rechtsverbindlich, obschon gewisse Ausführungsbestimmungen in der EU überhaupt noch nicht bekannt sind. Das BLW transferiert die CH – Futtermittelgesetzgebung ohne jede Einflussnahme an die EU.

- Anhörung Totalrevision 2010, Futtermittel – Verordnung (FMV)
- Anhörung Totalrevision 2010, Futtermittelbuch – Verordnung (FMBV)
- Zusammenstellung der Anhänge der FMBV 2010

Revision Futtermittelbuch – Verordnung (FMBV)

VSF-Stellungnahme, November 2009
Bei der Revision der FMBV ging es um die Neuaufnahme von Zusatzstoffen (Anhang 2), um unerwünschte Stoffe in Futtermitteln (Anhang 10) und um Grenzwerte für Rückstände von Kokzidiostatika. Die Frage der Toleranzregelung bei Verschleppungen von Kokzidiostatika und Histomonostatika beschäftigt Futter- und Lebensmittelbranche seit vielen Jahren. Die VSF begrüsst die Einführung von Grenzwerten.

Verteuerung der Rohstoffpreise - Preisaufschläge beim Mischfutter

VSF-Pressemitteilung, 9. November 2007
Die Preise auf den internationalen Getreidemärkten sind in den letzten sechs Monaten explodiert. Auch wenn ein rechter Teil des Preisanstieges in der Schweiz über die Importbewirtschaftung (Schwellenpreis-System) abgefedert werden konnte, stiegen im Soge der internationalen Entwicklung auch die Preise auf den inländischen Getreide- und Futtermittelmärkten stark an. Eine Anpassung der Mischfutterpreise im Verlaufe der nächsten Tage und Wochen ist daher leider unumgänglich.

Eine Erhöhung der Mischfutterpreise hat es in den letzten 30 Jahren nie mehr gegeben. Die Entwicklung ist aufgrund der Preissenkung beim Getreide immer in der umgekehrten Richtung gelaufen. Wir stehen vor einer Trendwende in dem Sinne, dass künftig Preissenkungen und Preiserhöhungen beim Mischfutter in kürzeren Abständen erfolgen werden. Bleiben die internationalen Getreidepreise auf einem hohen Niveau – davon ist als Folge des gewaltigen Nachfrageüberschusses auszugehen – so kann es sein, dass spätestens ab Juli 2009, wenn die Schwellenpreise um weitere Fr. 4.--/100 kg gesenkt werden, die schweizerischen Futter- und Getreidepreise vollständiger den internationalen Getreidemarktpreisen folgen werden. Das Schwellenpreis-System dürfte dannzumal ausgehebelt sein.

- Internationale Preisentwicklungen

Die Preise für Futtermittelrohstoffe explodieren

VSF-Pressemitteilung, 10. September 2007
Die internationalen Agrarmärkte erleben eine Preis-Explosion wie nie zuvor. Seit April 2007 haben sich beispielsweise die Getreide- und Futtermittelpreise verdoppelt. Diese Entwicklung wird auch den schweizerischen Getreide- und Mischfuttermarkt beeinflussen.

Schwellenpreispolitik, Importfuttermittel, Mischfutterzuschlag

BLW-Anhörung, 23. Februar 2007
Der Bundesrat hat im Spätherbst 2006 entschieden, die Schwellenpreise für Getreide und Futtermittel einheitlich per 1. Juli 2007 um Fr. 3.-/100 kg zu senken. Damit wird es im Sommer 2007 zu einem Preisrutsch für das Inlandgetreide in der gleichen Grössenordnung kommen.

Der Zoll für die Tarifpositionen „Mischfutter“ wird aufgrund einer sog. Standard-Rezeptur berechnet. Auf der Addition der Zölle der Einzelkomponenten wird seit 2006 ein Zuschlag von Fr. 4.-/100 kg gewährt. Damit wird ein Teil des teuren CH-Umfeldes abgegolten (Arbeit, Löhne, Energie, Transporte, Auflagen etc.). Aus nicht nachvollziehbaren Gründen soll der bisherige Zuschlag von Fr. 4.- auf Fr. 2.-/100 kg gesenkt werden.

Brancheninfo

Mischfutterproduktion 2010 der VSF Mitglieder

FEFAC