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VEREINIGUNG SCHWEIZERISCHER FUTTERMITTELFABRIKANTEN
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Mischfutterproduktion 2009 der VSF-Mitglieder

 Kommentar zur Umsatzentwicklung der VSF-Mitglieder 2009

Allgemeine Bemerkungen

Die weltweite Wirtschaftskrise erfasste 2009 auch die Landwirtschaft und den Lebensmittelsektor. Während in vielen Ländern die Auswirkungen gravierend waren, kamen die Mischfutterbranche und die Landwirtschaft in der Schweiz mit einem blauen Auge davon.

Der Konsumrückgang bei den Nahrungsmitteln einerseits, gute Wetterbedingungen für die landwirtschaftliche Produktion sowie eine Angebotssteigerung auf den Märkten für Tiererzeugnisse führten zu sinkenden Produzentenpreisen und zu einem massiven Margendruck auf allen Ebenen. Die negativen Einflussfaktoren färbten auf die Mischfutterproduktion der VSF-Mitglieder ab. Im Jahre 2009 haben die der VSF angehörenden Futtermühlen insgesamt 706'000 Tonnen Mischfutter, Eiweisskonzentrate und Futterzusätze hergestellt. Dies entsprach gegenüber dem Vorjahr einer leichten Abnahme um -0.1 %. Nach dem Produktionstiefpunkt im Jahre 1996 mit einer gesamtschweizerischen Mischfutterherstellung von weniger als 1.2 Mio. Tonnen konnte die kommerzielle Mischfutterproduktion seither kontinuierlich wieder auf über 1.5 Mio. Tonnen gesteigert werden. Das Berichtsjahr setzte diesem Trend leider ein Ende.

Die gesamtschweizerische Mischfutterproduktion wird statistisch nicht erfasst. Die fenaco-Gruppe mit der UFA AG sowie die lokalen Genossenschaften publizieren ihre Produktionszahlen nicht. Aufgrund von Schätzungen und Marktbeobachtungen geht die VSF davon aus, dass die nicht der VSF angehörenden Mischfutterhersteller einen leicht höheren Umsatzverlust verzeichnet haben. In den Futterkategorien „Geflügel“ und „Schweine“ sind die Entwicklungen bei den VSF-Firmen und den genossenschaftlichen Betrieben identisch verlaufen. Der Produktionsverlust bei den Futterkategorien „Grossvieh“ erfasste die gesamte Mischfutterbranche. Der Rückgang in der fenaco-Gruppe war aber stärker als bei den VSF-Mitgliedern. Der starke Umsatzgewinn im Jahre 2008, ausgelöst durch die Jubiläumsaktionen, hinterliess Spuren, indem sich die Kundenbeziehungen im Berichtsjahr wieder normalisierten. Die gesamtschweizerische gewerbsmässig hergestellte Mischfutterproduktion betrug im Berichtsjahr 2009 1'497'000 Tonnen.

In der Schweiz ist von folgenden Marktanteilen auszugehen: VSF-Mitglieder (inkl. Melior) 47 %, landwirtschaftliche Genossenschaften (UFA AG, lokale Genossenschaften, Private) 49 %, nicht verbandlich organisierte Firmen und Genossenschaften 4 %.

Entwicklung der Mischfutterproduktion
(in Tonnen)

 
 

2005

2006

2007

2008

2009

VSF-Mitglieder      

670'000 

682'000  

699’000  

   707’000   

  706’000  

Schweiz (geschätzt)    

1'424'000 

   1'446'000  

   1'480’000  

   1'500'000   

    1'497’000 

 

Geflügelfutter

Die Mischfutterproduktion für den Geflügelsektor konnte insgesamt leicht um +0.3 % auf 150'720 t verbessert werden. Das Hauptfutter für den Legehennen-Bereich erlitt einen Verlust von -0.3 %, während aber für den Jungtierbereich (Aufzucht/Junghennen) eine Produktions-zunahme um +9.9 % festgestellt wurde. Die inländische Eierproduktion 2009 lag um +4.8 % höher als im Vorjahr. Leider konnte die VSF-Mischfutterproduktion mit dieser Eiermehr-produktion nicht ganz mithalten. Die gute Nachfrage nach Eiern wurde erfreulicherweise über die Inlandproduktion gedeckt.

In der Geflügelmast kam es beim Futtertyp „Mastgeflügel“ zu einer Produktionseinbusse um -0.7 %. Die inländische Geflügelfleischproduktion dagegen stieg um +2.1 %, obschon der pro Kopf Verbrauch beim Geflügelfleisch leicht um -0.8 % sank. Der Geflügelfleisch-Import verlor Marktanteile, ist aber immer noch sehr gross, beträgt der inländische Selbstversorgungsgrad beim Geflügelfleisch doch nur 49 %. Der Rückgang der Mischfutterumsätze für den Mastgeflügelsektor ist damit zu erklären, dass neue und effizientere Geflügelrassen den Futterbedarf weiter reduzieren.

Beim Geflügel spricht man seit Jahren von Wachstumsmärkten. Zweifelsohne hat der Konsum von Geflügelfleisch und Eiern erfreuliche Wachstumsraten hinter sich. Dabei darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass die Nachfrage nach Geflügelprodukten nicht parallel zur inländischen Mischfutterfabrikation läuft. Diese Produktion wird sehr stark vom Selbstversorgungsgrad bei den Eiern und dem Geflügelfleisch sowie von den grossen Zuchtfortschritten bei den diversen Geflügelrassen beeinflusst.

Die Geflügelfutterproduktion partizipierte mit 21.9 % (2008: 21.8 %) am Gesamtmischfutter-Ausstoss der VSF-Mitglieder. 

 Schweinefutter         

 

Die Schweinefleischproduktion erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um +3.0 %. Der Konsum dagegen sank um -1.0 % und zusammen mit dem starken Schweinefleisch-Importdruck und den Negativmeldungen über die sog. Schweinegrippe lösten die Schweinehalter wesentlich schlechtere Preise als im Vorjahr. Der Mischfutterumsatz für alle Schweinefutter-Kategorien verbesserte sich um +1.5 % auf 285'700 t. Insbesondere das Mischfutter für die Jager/Mast machte mit +2.9 % einen schönen Sprung nach vorne. Bei den übrigen Futterarten mussten Umsatzverluste hingenommen werden (Ferkel -0.2 %, Zuchtschweine -0.9 %, Eiweisskonzentrate -4.5 %).

Der Anteil der Schweinemischfutter am Gesamtausstoss stieg von 40.9 % auf 41.6 %.

Grossvieh

Für den Grossviehsektor kamen 2009 zu viel der Probleme. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten auf den Absatzmärkten sowie der endgültige Ausstieg aus der Milchkontingentierung am 1. Mai 2009 überforderten die Branche und die bäuerlichen Organisationen. Die Vorbereitungszeit auf die neuen Herausforderungen wurde schlecht genutzt. Milchüberproduktion mit anschliessendem Preiszerfall war das unschöne Resultat der schlechten Vorbereitung. Dass unter diesen Voraussetzungen auch der Schlachtviehmarkt litt, konnte nicht weiter erstaunen.

Die Mischfutterproduktion für die Kategorie „Grossvieh“ verschlechterte sich um -3.1 % auf noch 226'100 t. Damit war die Mischfutterbranche einigermassen gut bedient, denn die Beobachtungen im Ausland zeigen, dass bei Milchmarktkrisen die Mischfutter-Nachfrage einbricht.

Der Anteil des Grossviehfutters an der VSF-Mischfutterproduktion reduzierte sich von 33.9 % (2008) auf 32.9 %. Der Grossviehsektor ist aber weiter der zweitwichtigste Kunde der Mischfutterindustrie. Trotz Milchkrisen ist davon auszugehen, dass die Bedeutung des Kraftfutters bei der Fütterung der Wiederkäuer zunehmen wird. Die Mischfutterindustrie tut gut daran, dieses Produktionssegment zu pflegen und zu fördern.

 

Die Mischfutterproduktion für die Kategorie „Grossvieh“ verschlechterte sich um -3.1 % auf noch 226'100 t. Damit war die Mischfutterbranche einigermassen gut bedient, denn die Beobachtungen im Ausland zeigen, dass bei Milchmarktkrisen die Mischfutter-Nachfrage einbricht. 

Der Anteil des Grossviehfutters an der VSF-Mischfutterproduktion reduzierte sich von 33.9 % (2008) auf 32.9 %. Der Grossviehsektor ist aber weiter der zweitwichtigste Kunde der Mischfutterindustrie. Trotz Milchkrisen ist davon auszugehen, dass die Bedeutung des Kraftfutters bei der Fütterung der Wiederkäuer zunehmen wird. Die Mischfutterindustrie tut gut daran, dieses Produktionssegment zu pflegen und zu fördern.

Milchvieh (inkl.  Sommerbeifutter)           

Die Milchviehfutterproduktion des Vorjahres war aufgrund der beschriebenen Rahmenbedingungen nicht zu halten. Der Rückgang war aber mit -1.2 % erstaunlich klein. Die VSF-Mitglieder brachten 158'800 t Milchviehfutter auf den Markt.

Schlecht war die Stimmung auf den Schlachtviehmärkten. Insgesamt fielen +4.0 % mehr Fleisch von Grossvieh an und andererseits half der verhaltene Fleischkonsum (-1.9 %) auch nicht, die Märkte und die Preise zu beleben.

Der Anteil des Milchviehfutters am VSF-Gesamtausstoss verschlechterte sich von 23.4 % (2008) auf 23.1 %. 


Mastvieh


Die Milch- und Schlachtviehmarkt-Probleme verursachten einen starken Rückgang beim Mastviehfutter. Die VSF-Produktion sank um -6.7 % auf 22'200 t. 
 

Milchersatzfuttermittel Kälber (MEFM) 

Die Produktion erlitt einen grossen Verlust von -10.7 %. In den Reihen der VSF-Mitglieder wurde damit noch ein Umsatz von 7'650 t erzielt. Die Absatzschwierigkeiten bei der Milch haben notgedrungen zur Folge, dass viele Kuhhalter noch stärker in die Vollmilch-Verfütterung der Mastkälber getrieben werden. Die damit verbundenen qualitativen Fleischprobleme sind hinlänglich bekannt. Erfreulich war immerhin, dass der Kalbfleischkonsum um beachtliche +4.6 % angehoben werden konnte. Die Kalbfleischpreise lagen deutlich unter dem Niveau des Vorjahres.


Diverse Tiere

Das Pferdefutter bleibt das wichtigste Futter in der Kategorie „Diverse Tiere“. Die drei umsatzstärksten Futterarten erlitten alle Umsatzverluste: Pferdefutter -7.8 %, Kaninchen -2.8 %, Schafe und Ziegen -2.3 %.

Futterzusätze

In der Kategorie „Futterzusätze“ werden die Mineralsalz-Vormischungen sowie Vitamin-, Spuren- und Mineralstoff-Konzentrate erfasst.

Die Produktion konnte 2009 gegenüber dem Vorjahr mit 15'130 Tonnen gehalten werden.

 

 

 





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