Die inländische Futtergetreideproduktion ist seit vielen Jahren rückläufig. Die Getreidepolitik des Bundesrates ist wahrlich keine Erfolgsgeschichte. Im Durchschnitt der Jahre 1992 bis 1996 betrug die Futtergetreideproduktion über 800'000 Tonnen. 2015 waren es noch gerade 420'000 Tonnen. Dafür stiegen die Futtermittelimporte im gleichen Zeitraum von 300’000 Tonnen auf 1 Million Tonnen. Der Selbstversorgungsgrad bei den Kraftfutterrohstoffen beträgt mittlerweile weniger als 40 Prozent.

Die Futtermittelimporte stehen im Kreuzfeuer der Kritik. Ein Grund für die wenig qualifizierten Angriffe liegt darin, dass in der breiten Öffentlichkeit die wirklichen Verhältnisse nicht richtig dargestellt werden. Das Futtermittelangebot in der Schweiz beträgt insgesamt 8.4 Mio. Tonnen. Bei 89 % der in der Schweiz eingesetzten Futtermittel handelt es sich um inländische Produkte (Futtergetreide, Raufutter wie Gras und Heu, Silage, Mais, Kartoffeln etc.). Der Importanteil bei den Futtermitteln beträgt nur 11 %, vorwiegend in Form von Kraftfutter. In den letzten Jahren erfolgte eine Zunahme dieser Importe, verursacht durch die dramatisch gesunkene Futtergetreide – Inlandproduktion und durch das Verfütterungsverbot von tierischen Eiweissen.

Die VSF ist bestrebt, mit den Branchenpartnern zusammen die Rahmenbedingungen für den Futtergetreideanbau in der Schweiz zu verbessern. Dazu hat sie in der Vergangenheit diverse politische Vorstösse initiiert und unterstützt.