Viele Umweltschutzorganisationen fordern den Verzicht auf ein Rindssteak pro Woche, weil damit die CO2-Bilanz positiv beeinflusst werde. Dies ist jedoch nicht in jedem Falle so. Eine Studie der Universität Leiden zeigt, dass der Verzicht auf Fleisch nicht in jedem Falle zu einer positiven Veränderung der Treibhausgasemissionen führt.

Interessant sind die Resultate für die Schweiz: Die Forscher gehen bei einem reduzierten Fleischverbrauch zwar von einem weniger hohen CO2-Ausstoss durch die Tierhaltung aus. Aber um den erhöhten Bedarf an Gemüse, Obst und Nüssen zu decken, würde in der Schweiz durch den vermehrten Anbau so viel mehr CO2 ausgestossen, dass dies netto zu einer Erhöhung der Treibhausgasemissionen führen würde.

Damit ist die Studie von Agroscope über die Umwelt- und ressourcenschonende Ernährung zumindest teilweise wiederlegt.

Die vollständige Studie der Universität Leiden ist unter NZZonline auffindbar.