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Importe

Die Futtermittelimporte sind auf 1 Million Tonnen angestiegen. Eingeführt werden 400'000 Tonnen pflanzliche Eiweisse sowie 600'000 Tonnen Futtergetreide und andere Futtermittelrohstoffe.

Mit 250'000 Tonnen liegt Sojaschrot an erster Stelle der Eiweissträger, gefolgt von Maisgluten (Maiskleber) mit 50'000 Tonnen und Rapsschrot mit 35'000 Tonnen.

Da in der Schweiz die Versorgung mit Eiweissfuttermitteln sehr schlecht ist, muss über 80 % des Bedarfes aus dem fernen Ausland bezogen werden. Das Inlandangebot beschränkt sich im Wesentlichen auf Rapskuchen (35'000 Tonnen), Erbsen (15'000 Tonnen) sowie einigen wenigen anderen Komponenten.

Bei den Eiweissfuttermitteln ist die Abhängigkeit vom Ausland gross, da das inländische Produktionspotential beschränkt bleiben wird. Es fehlt an Züchtungen, Ertragsstabilität und klimatischen Voraussetzungen, um die Produktion von Eiweissfuttermitteln substanziell ausdehnen zu können.

Sojaschrot als Hauptkomponente stammt fast ausschliesslich aus Brasilien. Von den drei wichtigsten Sojaexportländern (USA, Argentinien und Brasilien) ist nur noch Brasilien in der Lage, gentechfreie Soja zu liefern. Die Schweiz ist das einzige Land in Europa, das auf eine gentechfreie Fütterung setzt.

Die GVO – Freiheit bei den Futtermitteln verteuert die Tierproduktion in der Schweiz jährlich um 20 bis 30 Millionen Franken, ohne dass diese Mehrleistung entschädigt würde.

Der Import von Mischfutter hat noch keine grossen Dimensionen angenommen, obschon den Futtermühlen in der Schweiz der Industrieschutz bei der letzten Revision des Landwirtschaftsgesetztes entzogen wurde.

Brancheninfo

Mischfutterproduktion 2011

FEFAC