Allgemeine Bemerkungen
Die Schweizer Wirtschaft erholte sich 2010 wesentlich schneller als erwartet vom grossen Wirtschaftseinbruch der beiden Vorjahre. Das Bruttoinlandprodukt ging 2009 noch um 1.9 Prozent zurück. Im Berichtsjahr konnte es um 2.6 Prozent gesteigert werden. Zu einem gravierenden Problem für die inländische Wirtschaft wurde die Frankenstärke. Betroffen davon war auch der Tourismus, der unter den hohen Preisen litt. Diese Entwicklung drückte die Nachfrage nach Schweizer Nahrungsmitteln spürbar.
Die Schweizer Bevölkerung profitierte von der guten Wirtschaftslage, die eine substantielle Konsumzunahme auslöste. Die Steigerung der Nachfrage nach tierischen Erzeugnissen konnte über eine Verbesserung der inländischen Produktion aufgefangen werden. Die Produktionsausweitung war aber leider zu gross und hatte insbesondere auf dem Fleischmarkt Preiseinbrüche zur Folge. Vor allem bei den Schweinen lagen die Preise während Monaten auf einem katastrophal tiefen Niveau.
Die positiven Wirtschaftsfaktoren im Inland färbten auf die Mischfutterproduktion 2010 ab. Im Jahre 2010 haben die der VSF angehörenden Futtermühlen insgesamt 708‘000 Tonnen Mischfutter, Ei-weisskonzentrate und Futterzusätze hergestellt. Dies entsprach gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 2.0 Prozent. Der Verlust im Jahre 2009 konnte wettgemacht werden und der Trend der Steigerung der Mischfutterproduktion setzte sich fort.
Gesicherte statistische Angaben über den gesamtschweizerischen Mischfuttermarkt gibt es nicht. Die fenaco-Holding mit der UFA AG sowie die lokalen Genossenschaften geben keine Produktionszahlen bekannt. Aufgrund von Schätzungen und Marktbeobachtungen geht die VSF davon aus, dass auch die nicht der VSF angehörenden Futtermühlen eine Umsatzverbesserung um + 2 Prozent erzielen konnten. In der Futterkategorie „Legehennen“ war der Zuwachs bei den VSF-Firmen grösser als bei den Genossenschaften, dafür legten diese bei der Futterkategorie „Mastgeflügel“ zu. Der Zuwachs bei der Futterproduktion für die Schweine lag vermutlich leicht über demjenigen bei den Genossenschaften. Die Produktionssteigerung beim Mischfutter für Grossvieh war bei der fenaco und den Genossenschaften ausgeprägter als bei der VSF. In der Kategorie „Diverse Tiere“ erlitten die VSF-Mitglieder einen Verlust, während die Genossenschaften die Produktion halten konnten.
Die gesamtschweizerisch gewerbsmässig hergestellte Mischfutter-Produktion betrug im Berichtsjahr 2010 1‘506‘000 Tonnen.
In der Schweiz ist von folgenden Marktanteilen auszugehen: VSF-Mitglieder (inkl. Haefliger AG, Melior): 47 %, landwirtschaftliche Genossenschaften (UFA AG, lokale Genossenschaften): 49 %, nicht verbandlich organisierte Firmen und Genossenschaften: 4 %.
Entwicklung der Mischfutterproduktion
(in Tonnen)
| 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 |
VSF-Mitglieder | 682'000 | 699’000 | 707’000 | 694‘000 | 708'000 |
Schweiz (geschätzt) | 1'446'000 | 1'480’000 | 1'500'000 | 1'477’000 | 1'506’000 |
Entwicklung Mischfutterproduktion VSF - Mitglieder

Verteilung der Futterarten
